3. Botanischer Abendspaziergang vom 4. August.

Haben ihr Lust auf einen Abendspaziergang und etwas Nachhilfe in Pflanzenkunde, dann kommt doch an die monatliche Veranstaltung des NVA.

Am 4. August begrüsste Edith Hermann vom NVA eine interessierte Gruppe bei der Badi Aadorf zu einem kurzweiligen Spaziergang.

Zu Beginn gab es eine Testfrage. Dazu hatte Edith ein rankendes Pflänzchen dabei und fragte in die Runde, um welche Pflanze es sich dabei handle. Die Antwort kam von allen prompt: Eine Walderdbeere! Leider falsch. Es war die indische Scheinerdbeere, ein Neophyt, der im Garten ziemlich wuchern kann!
Diese Beeren sind ungeniessbar und bei genauem Hinschauen, kugelig statt erdbeerförmig.
 
Das Thema des heutigen Abends drehte sich um die Doldenblütler. Zu dieser Pflanzenfamilie gehören viele Gemüse- und Gewürzpflanzen sowie Sellerie, Pastinak, Fenchel, Petersilie, Kerbel, Anis, Kümmel usw.
Als erstes schauten wir die wilde Möhre an, deren Wurzel pfahlförmig wie die der Karotte ist und auch wie das Rüebli riecht. 

Der Weg führte uns oberhalb der Badi vorbei, wo wir auf Stieleiche und Wegwarte stiessen. Aus beiden Pflanzen wurde in Notzeiten Kaffee gebraut. 

Auf unserem Weg trafen wir auch auf die Schafgarbe, die ist zwar kein Doldenblütler obwohl sie so ähnlich ausschaut. Aus dieser Heilpflanze lässt sich Tee gegen Magen- Darmprobleme brauen.
Auf der Suche nach der Waldengelwurz mussten wir uns tiefer in den Wald begeben. Oberhalb des Eisweiher wurden wir fündig. Die Erzengelwurz, sozusagen die grosse Schwester der Waldengelwurz, war eine wichtige Pflanze in Klostergärten. Man aromatisierte Schnaps und Likör damit und die jungen Blütenstängeln wurden zu einer süssen Nascherei kandiert. Die Waldengelwurz kann ebenso verwendet werden. 

Aber Vorsicht, die Doldenblütler enthalten phototoxische Substanzen, die zusammen mit dem UV Licht zu Ausschlägen und beim Riesenbärenklau gar zu Verbrennungen führen können. Auch gibt es ein paar ziemlich giftige Doldenblütler Arten, wie  etwa der Schierling oder die Hundspetersilie. 

Vorbei an der oberen Waldhütte ging es dann zügig zurück zum Parkplatz bei der Badi, wo wir uns voneinander verabschiedeten. 

Falls ihr das nächste mal auch dabei sein wollt, am 1. September treffen wir uns wieder zu einem botanischen Abendspaziergang. Treffpunkt und Zeit findet ihr auf der NVA Webseite

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