Ferien(s)pass Aadorf: Wir forschen im Wald 


Am 10. April war wieder Ferien(s)pass Zeit, eine Angebot der Schulen Aadorf. Eine tolle Gelegenheit, zusammen mit den jüngsten Naturschützer und Naturschützerinnen der Gemeinde den Wald zu entdecken. Die 13 Kinder im Alter von 7 – 10 Jahren waren trotz Regen und Kälte von Anfang an mit Begeisterung mit dabei. Angeleitet von Biologin und Naturpädagogin Katja Polachowski ging es gemeinsam los zur oberen Heidelberghütte.

Mit einer Suchliste wurden die Kinder losgeschickt. Etwas weiches sollten sie bringen, ja klar, Moos ist weich. Etwas rotes im Wald zu finden, das war dann schon schwieriger. Es wurde angeregt diskutiert: ist das gefundene Blatt nun eher rot oder braun? Leider wurden auch viele Dinge gefunden, welche nicht in die Natur gehören. Dieser Abfall wurde sogleich entsorgt und im aufgeräumten Wald ging es weiter, jetzt mit verbundenen Augen. Verschiedene Bäume wurden ertastet. Buchen, Fichten, Wildkirschen: wie fühlte sich die Rinde an? Nach diesem eindrücklichen Tasterlebnis gab es dann die wohlverdiente Znünipause.

Frisch gestärkt, verfolgte die junge Forschergruppe danach erst einmal ihr eigenen Ziele: das “Bächli”, welches sich aus dem Ablfluss des Brunnens hinter der Heidelberghütte bildet, wurde mit Freude und Eifer “renaturiert”. Mit blossen Händen wurden Gräben ausgehoben und Verzweigungen geschaffen. Vielfältige Lebensräume für Wasserlebewesen entstanden. Wenn das einmal kein Einsatz für die Natur war!

Danach dann das Highlight des Vormittags: mit Becherlupen und Bestimmungshilfen ausgerüstet ging es auf die Suche nach Krabbeltieren. Unter dem herumliegenden Totholz wurden die Kinder schnell fündig: von den beinlosen Regenwürmern und Schnecken über die 6-beinigen Insekten, 8-beinigen Spinnen, 14-beinigen Asseln bis hin zu den Hundert- und Tausendfüsslern wurden Vertreter verschiedener Ordnungen gefunden und ganz genau betrachtet. Sogar ein Mäusenest wurde per Zufall entdeckt und vorsichtig bestaunt. Leider war das Nest beschädigt und viele der Jungen wirkten kränklich. Wir überliessen die Mäuse wieder ihrem Schicksal. Wenn sie nicht überleben, werden sie gefressen. Auch das gehört zum Kreislauf der Natur.

Zum Schluss des Vormittages durften die mutigsten Forscher und Forscherinnen noch Sauerklee pflücken und degustieren. Danach wurden die zufriedenen Waldforscher- und forscherinnen wieder nach Hause entlassen. Wir hoffen, wir konnten die Kinder dazu motivieren, die Natur in ihrer Nähe zu erforschen und zu schutzen und freuen uns auf das nächste Naturerlebnis mit der jüngsten Generation!

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Katja Polachowski, 15.04.2019

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